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So bereitest du deine Hühner auf den Winter vor

Wenn morgens der Atem schon kleine Wölkchen in die Luft malt und sich der Stall langsam mit kühler Herbstluft füllt, ist es Zeit, an den Winter zu denken. Für uns Menschen heißt das: dicke Jacke raus - für die Hühner: ein paar Anpassungen im Stall und bei der Fütterung. 

Die gute Nachricht:

Hühner sind robuster, als viele glauben!

Mit ein paar einfachen Vorbereitungen kommen sie bestens durch die kalte Jahreszeit. 

 

Kälte ist (meist) kein Problem

Viele Hühnerhalter machen sich im Winter unnötig Sorgen. Gesunde Tiere mit dichtem Gefieder vertragen Temperaturen um den Gefrierpunkt problemlos.

Wichtiger als Wärme ist Trockenheit - also lieber keine zugigen, feuchten Ställe, sondern gut belüftete mit trockener Einstreu. Feuchte Luft führt schneller zu Erfrierungen an Kamm und Lappen als reine Kälte. 

Kleiner Tipp: Wenn du magst, kannst du empfindlichen Rassen (z.B. Seidenhühnern) ein bisschen Melkfett oder Vaseline auf den Kamm geben - das schützt vor Frost. 

 

Der Stall im Wintermodus

  • Einstreu auffrischen: Eine dickere Schicht Stroh oder Hanfeinstreu isoliert den Boden und speichert Wärme. 
  • Lüften, aber ohne Zugluft: Ein Spalt oben am Stall sorgt für Luftaustausch, ohne dass es zieht. 
  • Fenster sauber halten: Tageslicht ist jetzt besonders wichtig, um die Stimmung und den natürlichen Rhythmus zu erhalten. 
  • Sitzstangen prüfen: Trockene, glatte Stangen verhindern Erfrierungen an den Füßen.

Und falls du einen Stromanschluss hast, kannst du über Tränkenwärmer nachdenken - aber: niemals den Stall aufheizen!

Temperaturschwankungen sind gefährlicher als gleichmäßige Kälte.

 

Futter für frostige Tage

Im Winter verbrauchen Hühner mehr Energie, um ihre Körpertemperatur zu halten. Jetzt darf der Speiseplan also etwas reichhaltiger werden:

  • Ein gutes Alleinfutter als Basis
  • Ergänzend Sonnenblumenkerne, Haferflocken oder Leinsamen
  • Ab und zu warmer Brei (z.B. mit Weizenkleie, Mais und etwas Öl - das wärmt von innen
  • Und ganz wichtig: jeden Tag frisches Wasser, am besten lauwarm angeboten, damit es nicht sofort gefriert

Bewegung & Beschäftigung

Auch wenn es draußen ungemütlich ist, sollten deine Tiere weiterhin Bewegung haben. Ein überdachter Auslauf ist Gold wert - so bleiben sie aktiv, ohne im Schnee zu versinken. 

Drinnen helfen kleine Beschäftigungen gegen Langeweile:

  • Pickblöcke oder Futterkugeln 
  • Ein aufgehängter Kohlkopf zum Zupfen 
  • Körnersuche im Stroh 

So bleiben sie körperlich fit und mental ausgelastet - auch bei grauem Himmel.

 

Licht und Legeleistung 

Weniger Tageslicht = weniger Eier - das ist völlig normal

Wer das verhindern will, kann Licht im Stall einsetzen. 

Aber bitte nur am Morgen und sanft ansteigend - nie abends abrupt aus. So bleibt der natürliche Rhythmus der Tiere erhalten. 

 

Fazit

Mit etwas Vorbereitung, trockener Einstreu und ausgewogenem Futter kommen deine Hühner wunderbar durch den Winter.

Sie brauchen keine Heizlüfter oder Wärmelampen - nur ein bisschen Unterstützung und viel Herz.

Denn was gibt es Schöneres, als an einem frostigen Morgen in den Stall zu kommen und die munteren Federtiere gackern zu hören ? 

 

 

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